Glossar Webdesign

Fachbegriffe zu Webseiten und Webdesign verständlich erklärt

Die wichtigsten Begriffe rund um besseres Webdesign und Webseiten erklärt in leichter Sprache.

 

Glossar Webdesign

Verweildauer

Die Zeit, die ein Besucher auf der Website verbringt

Was ist Verweildauer?

Kurze Erklärung

Die Verweildauer liefert zwar Erkenntnisse über die Qualität einer Website, jedoch sollte die Auswertung in bestimmte Zusammenhänge gestellt werden.


Detailierte Erläuterung

Da Marketingleute konkrete Zahlen lieben, wird eine gute oder ideale Verweildauer oft mit konkreten Werten beziffert. Wir gehen nachfolgend auf Probleme bei der Auswertung und auf Aspekte der Verweildauer unter Marketing-Gesichtspunkten ein.

Anwendung für das Marketing: Der eigene Auftritt im Internet soll der Zielgruppe gefallen, die man ansprechen möchte. Hierzu bedient man sich verschiedener Analysetools, von denen man sich Hinweise darauf verspricht, ob die Website bei den Besuchern gut ankommt.   

Probleme beim Messen: Analysetools weisen die Verweildauer aus und bewerten sie. Eine durchschnittliche Verweildauer ist dabei weniger aussagekräftig als eine prozentuale Aufteilung in Gruppen wäre.

Mythos lange Verweildauer: Als Faustregel hält sich die Aussage, eine lange Besuchszeit auf der Website sei besser als eine kurze. Ein extrem kurzer Besuch von wenigen Sekunden kann so gewertet werden, dass der Besucher von der Website ein negatives Signal erhält, z.B. durch ein veraltetes Layout. In diesem Fall sollte man Maßnahmen ergreifen, um die Verweildauer zu erhöhen. Das Problem bei einer sehr kurzen Verweildauer ist wahrscheinlich tieferliegend.

Eine sehr lange Verweildauer hingegen ist durchaus interpretationswürdig.

Erwartungshaltung und Erwartungserfüllung: Viele Besucher kommen über ein Suchergebnis der Suchmaschine auf eine Website oder über einen Google My Business Eintrag. Die Texte der Suchergebnisse können vom Betreiber der Website in den Metadaten hinterlegt werden. Auch die Texte von Google My Business werden selbst formuliert. Bei Google Ads verhält es sich ähnlich, aber differenzierter.

Von daher besteht weitgehend Kontrolle darüber, welche Texte die Besucher einer Website bei Google lesen und welche Erwartungshaltung sie haben, wenn die Webseite geladen wird. Die geschaffene Erwartung sollte durch den Inhalt des Webauftrittes befriedigt werden.

Die richtigen Signale für die Zielgruppe: Die Ursache für eine sehr kurze Verweildauer kann darin bestehen, dass wesentliche Kriterien für die Kern-Zielgruppe in den Suchergebnissen fehlen. Eine Praxis für Privatpatienten sollte dies im Text des Google-Suchergebnisses deutlich hervorheben, um nicht die falsche Klientel anzuziehen.

Die Besucher-Reise auf der Website: Ein besseres Gespür für die Bedeutung der gemessenen Verweildauer entsteht, wenn man die Verweildauer in Verbindung damit betrachtet, welchen Weg die anonymisierten Besucherströme nehmen. Über Analytics lässt sich ebenfalls anonymisiert erkennen, woher die Besucher auf die eigene Webseite kommen.Diese Erkenntnisse ergänzen die Verweildauer, um die richtigen Schlüsse aus den vorhandenen Informationen zu ziehen.

Onepager und umfangreiche Webseiten: Die Verweildauer hängt auch von der Komplexität des Webauftrittes ab. Ein Onepager bietet weniger Content zum Lesen gegenüber einem Shop, in dem man genussvoll abwägt, wie man den Warenkorb befüllt.

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